Geografie: Jakutien
(Die Republik Sacha) liegt im Nordosten Sibiriens und ist mit 357.000
Quadratkilometern mehr als 8mal so groß wie das wiedervereinigte
Deutschland. Das Land erstreckt sich über mehrere Zeitzonen und
beinhaltet die großen Becken der Flüsse Lena, Jana, Indigirka und
Kolyma. Weiterhin befindet sich in der Republik das Verkhoyan-Gebirge
und die Neusibirischen Inseln zwischen Laptevsee und der ostsibirischen
See. 40% der Landfläche befindet sich nördlich des Polarkreises, wobei
ein Großteil des Landes von Dauerfrostboden unterlagert ist. Im Norden
grenzt Sakha (wie es von den Jakuten genannt wird) an das
Nordpolarmeer, und erstreckt sich im Süden bis zum Aldanbergland.
Klima:
In Jakutien herrscht extrem kontinentales Klima (kalte Winter und heiße
trockene Sommer). Der Winter dauert im Norden ca. 9 Monate, in Jakutsk etwa ein
halbes Jahr. Die Temperaturen sinken bis auf unter – 50°C, im Januar liegen die
mittleren monatlichen Temperaturen zwischen – 30°C und – 50°C. Ojmjakon im
südlichen Werchojanski Gebirge gilt als der Kältepol der nordlichen Hemisphäre.
Hier fallen die Temperaturen auf bis zu – 70°C. Im Juli liegen die mittleren
monatlichen Temperaturen bei 8 bis 20°C, häufig steigt das Thermometer auch auf
über 30°C. An manchen Orten beträgt die absolute Temperaturdifferenz zwischen
Sommer und Winter bis zu 100°C. Niederschläge sind gering. Mit Ausnahme der
gebirgigen Regionen im äußersten Süden und im zentralen westlichen Landesteil
liegen sie im Jahresmittel unter 300mm, in weiten Gebieten sogar unter 200mm.
Der niederschlagsreichste Monat ist der August.
Geschichte: Ca. 1000 n. Chr.
wurde das Land durch ein turksprachiges Nomadenvolk besiedelt, die
Jakuten wanderten im 14. Jahrhunder aus dem südlichen Baikalgebiet ein.
Im 17. Jahrhundert begann die russische Einwanderung. Die Gründung der
Hauptstadt Jakutsk ist auf 1632 datiert.